Aktuell

Sabine Lorenz

Landtags- und Bezirkstagswahlen 14. Oktober 2018


Am 14. Oktober bewarben sich für CSU/SPD/Freie Wähler/Grüne/FDP 5 Männer für das Direktmandat für den Wahlkreis Bad Tölz- Wolfratshausen - Garmisch.

Nur Zwei der Bewerber wohnten im Stimmkreis. Bezirkstag ebenfalls keine Frau als Direktkandidatin. Es wird Zeit das sich mehr Frauen in die aktuelle Politik einmischen.


Auf den Listen für den Landtag waren 2 Frauen (CSU/Grüne) und für den Bezirk war ich die einzige Frau auf der Liste.



Zum Artikel des Geretsrieder Merkurs vom 14. August 2018:



Der Verein Freunde psychisch Behinderter e.V. betreut seit 15 Jahren sehr erfolgreich Menschen mit einer psychischen Erkrankung und hilft diesen Menschen wieder in das normale Leben zurück. In den letzten 15 Jahren haben mehrere Frauen und Männer durch die Baugenossenschaft Geretsried die Möglichkeit bekommen, wieder in ein normales Leben zurückzukehren. Manche unserer ehemaligen Bewohner leben seit vielen Jahren z.B. im BGZ oder am Stern. Eine Bewohnerin wird derzeit im Rahmen des Betreuten Einzelwohnens von Mitarbeitern des Vereins betreut.

Unsere Einrichtungen an der Blumenstr. 23 gibt es nun seit 15 Jahren und es gab in dieser Zeit keinerlei Vorfälle. Unser Vermieter hat im letzten Jahr den Mietvertrag um 10 Jahre verlängert.

Der Verein Freunde psychisch Behinderter e.V. arbeitet nicht mit dem „persönlichen Budget“, sondern verfügt über eine Leistungsvereinbarung mit dem Bezirk Oberbayern und erfüllt alle Qualitätskriterien. Wir arbeiten wie sehr wenige Träger in Oberbayern ausschließlich mit Fachkräften und haben eine Personalquote von 100 %.


Der Landkreis Bad Tölz – Wolfratshausen erarbeitet gerade einen Aktionsplan, um behinderte Menschen in das Leben zurück zu integrieren.

Die UN Behindertenrechtskonvention verpflichtet in Artikel 9 ihre Unterzeichnerstaaten, die notwendigen und geeigneten Maßnahmen zu treffen um Menschen mit Behinderung gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Ziel bayerischer Behindertenpolitik ist es, volle und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung in allen Bereichen der Gesellschaft zu erreichen.

Inklusion voranzubringen und umzusetzen ist auch Aufgabe der Landkreise und Kommunen.

Gerade bei einem so wichtigen Vermieter wie die Baugenossenschaft hätten wir mehr Engagement und keine Diskriminierung erwartet.

Wenn schon nicht die Baugenossenschaft als gemeinnütziger Wohnungsbauträger an Menschen mit einer psychischen Erkrankung vermietet, die sonst keinerlei Chancen auf ein normales Leben haben, wie sollen dann private Vermieter überzeugt werden an Menschen zu vermieten, die nicht auf der Sonnenseite der Lebens stehen ?

Die Wohnungen würden außerdem nicht von den Frauen sondern vom Verein Freunde psychisch Behinderter e.V. angemietet werden. Die Bewohner der Wohngemeinschaften schließen mit dem Verein einen Nutzungs- und Betreuungsvertrag. Die Miete, Nebenkosten werden pünktlich vom Verein bezahlt. Die Baugenossenschaft hätte mit dem Verein Freunde psychisch Behinderter e.V. einen zuverlässigen Mieter, der sich um die Sauberkeit und Ordnung in den Räumen kümmert und ein kooperativer Ansprechpartner ist.

Frau Staatsministerin Melanie Huml besuchte auf Einladung der Frauenunion den Landkreis. In Bad Tölz konnten wir mit 30 geladenen Gästen ( Krankenschwestern)  mit ihr ausführlich das Thema " Krankenschwester/Pfleger ein Traumberuf ? -Wertschätzung in der Pflege "

diskutieren.


Der Alltag , die Arbeitsbelastung in den Krankenhäusern hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert. Die physische und psychische Belastung und die Verantwortung sind hoch. Unregelmäßige Arbeitszeiten, Schichtarbeit, hoher Arbeitsdruck und Arbeitstempo stehen geringe Wertschätzung und schlechte Bezahlung gegenüber. Das negative Image des Berufes, die  geringe Wertschätzung halten viele junge Menschen ab diesen Beruf zu ergreifen.  Die Altenpflege schneidet sogar noch schlechter ab. Das qualifizierte Personal in der Pflege ist bereits jetzt knapp. Bis 2025 sollen mehr als 112.000 Vollzeitstellen in Deutschland unbesetzt sein.


Dieses Thema ist für mich eines der wichtigsten der Zukunft. Der Beruf muss attraktiver werden und die Ausbildung darf durch die geplante Generalisierung nicht schlechter werden. Die derzeitige negative Diskussion erreicht das Gegenteil.

Es geht nicht nur ums Geld, sondern um Wertschätzung und bessere Arbeitsbedingungen.


Im Beruf einer Krankenschwester/Pfleger stehen neben der hervorragenden medizinischen Ausbildung, Empatie, Geduld, Krisenmanagement und Kommunikationsfähigkeit im Vordergrund.


Die Diskussion mit Frau Ministerin Huml hat gezeigt wie vielschichtig die Probleme, aber auch die Lösungsansätze sind. Es wurde inzwischen viel erreicht und vieles auf den Weg gebracht, aber wir dürfen nicht aufhören immer wieder nach neuen Möglichkeiten zu suchen die den Beruf attraktiver machen könnten.  Nicht Deutsch sprechende Pflegekräfte mit einem Kurzkurs hinsichtlich Pflege kann nicht die Lösung sein.


Leider wurde diese Veranstaltung, organisiert von der Frauenunion mit der Kreis CSU, Seniorenunion und CSA, wieder mal in der Presse verrissen. Weder die Veranstalter noch unsere Kanditaten wurden im Artikel erwähnt. Ebenso wurde weder auf das Bayerische Pflegegeld noch auf die geplanten und bereits verabschiedeten Verbesserungen hingewiesen.